Lahnmarmor

Villmar und seine Umgebung waren seit etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts das Zentrum des Lahnmarmors und sind es bis heute geblieben. Lahnmarmor ist ein wegen seiner reichen Farbigkeit hoch geschätzter, polierfähiger Kalkstein. Zum Namen „Marmor“ kommt das Gestein, das geologisch gesehen ein Kalkstein ist, durch die traditionelle Bezeichnung der Steinmetze.

Entstanden ist der „Lahnmarmor“ vor rund 380 Millionen Jahren in einem Meer, das zu dieser Zeit, dem sogenannten Devon, weite Teile Deutschlands bedeckte. In diesem warmen Wasser entstanden in geringer Wassertiefe Riffe. Hauptriffbilder waren Stromatoporen und Korallen. Zudem fanden sich Muscheln und Schnecken bei den Riffen ein. Sie alle findet man im „Lahnmarmor“ fossil erhalten.

Lahnmarmor wurde vermutlich schon vor langer Zeit geschätzt und abgebaut. Beweisen kann man seine Verwendung als polierfähigen Kalkstein jedoch erst seit rund 400 Jahren. In den 1970er Jahren verringerte sich die Abbautätigkeit erheblich und kam schließlich ganz zum Erliegen.

Lahnmarmor fand vielfache Verwendung an „prominenter“ Stelle. So wurde er verwendet in den berühmten Epitaphien des Mainzer Domes, im barocken Marmorbad des Weilburger Schlosses, an den Altären der Jesuitenkirche Mannheim, im Berliner, Limburger und Würzburger Dom, in der Eremitage in St. Petersburg, im Kreml und in der Eingangshalle des Empire-State-Buildings in New York.

Auf unserem Lagerplatz finden Sie noch Blöcke und Platten aus den verschiedenen „Lahnmarmor“-Steinbrüchen:

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Bongard mit hohem Rotanteil

Bongard

Wirbelauer Lahnmarmor

Schupbach Schwarz

Gaudernbacher Lahnmarmor

Weiterführende Informationen zum Thema Lahnmarmor finden Sie auch auf der Internetseite des Lahnmarmor-Museums

Bildergalerie Lahnmarmor